Wussten Sie dass...?
Kurze Informationen aus dem Bereich Ernährung. Alle Angaben sind sorgfältig ausgearbeitet jedoch ohne Gewähr, da wissenschaftliche Erkenntnisse laufend optimiert werden und Ernährung auf individueller Verträglichkeit basiert, also nicht allgemein betrachtet werden kann.
Warum nehmen Männer schneller ab als Frauen?
Männer haben einen höheren Grundumsatz als Frauen weil sie über mehr Muskelmasse verfügen, die auch beim Nichtstun Energie verbraucht. Wenn sie Fett ansetzen, dann vorwiegend am Bauch und da es dort nicht lebenswichtig ist, verschwindet es bei einer Gewichtsreduktion relativ rasch.
Frauen arbeiten gegen die Natur. Fett, das am Popo und an den Oberschenkeln sitzt soll dafür sorgen, dass im Fall einer Schwangerschaft Hungersnöte überstanden werden. Deshalb gibt der Körper diese Polster nur ungern wieder her.
Geduld statt Euphorie
Oft wird die Frage gestellt, warum man am Anfang einer Diät schneller abnimmt?! Der Körper greift zuerst auf seine Reserven zurück. Kohlenhydrate und Eiweiß werden am Anfang genützt. Diese Nährstoffe holt sich der Körper aus den Muskeln. Hier fällt jede Menge Wasser an, das ausgeschwemmt wird und die ersten Kilos purzeln.
Erst danach holt sich der Körper das was er braucht aus dem Fettdepot. Dann wird das Abnehmen schwerer.
Nährstoffdichte vs. Energiedichte
Die Energiedichte bezieht sich auf die Energiemenge im Verhältnis zum Gewicht. Das heißt, dass Produkte auf eine bestimmte Menge bezogen viel Energie liefern.
Die Nährstoffdichte bezieht sich auf den Anteil der Inhaltsstoffe. Das heißt, dass Produkte im Verhältnis zur Menge viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, etc. enthalten.
Produkte wie Fast-Food, Schokolade oder Limonade liefern zwar viel Energie (hohe Energiedichte) enthalten jedoch gleichzeitig wenig Vitamine, etc. (geringe Nährstoffdichte)
Diät
Eine Diät ist für unseren Körper nichts anderes als eine „künstliche Hungersnot“ - ein kontraproduktiver Rhythmus aus hungern – abnehmen - normal essen - zunehmen entsteht. Erst wenn man den Begriff Diät wieder im ursprünglichen Sinn des griechischen Wortes „díaita“ - also „Lebensweise“ versteht erhöhen sich die Chancen für einen bleibenden Erfolg.
„Die rechte Ernährung und Lebensweise vermag Großes: bei allen Kranken, dass sie gesund werden, bei den Gesunden, dass ihre Gesundheit erhalten bleibt“. Dieses Zitat des griechischen Arztes Hippokrates hat seine Gültigkeit bis heute nicht verloren und verdeutlicht am ehesten das umfassende Verständnis des Begriffs „díaita“.
Jojo-Effekt
Ohne grundlegende Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten nach einer Diät kehrt das Körpergewicht schnell wieder zum Ausgangspunkt zurück. Steigt es darüber hinaus spricht man vom Jo-Jo-Effekt. Folgendes passiert: Wir nehmen aufgrund einer Diät weniger Nahrung zu uns und unser Körper beginnt mit einem „Sparprogramm“ zur Bewältigung einer Hungersnot. Unser Organismus greift auf seine Energiereserven zurück – zuerst auf die schnell verfügbaren KH- und Eiweißdepots, erst danach auf die Fettpolster. Der Abbau von Eiweiß und Muskelmasse ist die Folge. Durch den Verlust an Muskelmasse sinkt unser Grundumsatz, das heißt, wir benötigen weniger Energie und natürlich auch weniger Nahrung. Nach der Diät füllt der Körper seine Fettdepots so schnell wie möglich wieder auf.
Faserstoffe (Ballaststoffe)
Ballaststoffe (Zellulose, Hemizellulose, Pektin, Lignin, etc.) sind ausschließlich in pflanzlicher Nahrung enthalten. Da uns die nötigen Enzyme zur Spaltung fehlen sind sie für unseren Organismus unverdaulich. Unverdaulich heißt jedoch nicht überflüssig (Ballast), denn die positiven Eigenschaften die sich durch den Verzehr von Faserstoffen ergeben sind vielfach. Sie können die Darmtätigkeit verbessern, den Cholesterinspiegel senken, ein längeres Sättigungsgefühl erzeugen und einen dämpfenden Einfluss auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels erwirken. Sie sind in allen Getreidearten, Kleie, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten und Gemüse enthalten.
Sport ist Mord?
Meine persönlichen Erfahrungen haben eines mit Sicherheit gezeigt:Sämtliche Versuche überschüssiges Gewicht loszuwerden waren ohne Sport sinnlos. Regelmäßige Bewegung ist notwendig, auch wenn es uns meist an Zeit und Lust mangelt, denn ein äußert effizienter Weg Übergewicht abzubauen ist Muskelmasse aufzubauen. Der Energiebedarf steigt, der Grundumsatz wird erhöht und ein positives Körpergefühl ist Lohn für die Anstrengung. Sport erhöht die Serotoninkonzentration im Hirn. Bewegung soll Spaß machen und muss individuell abgestimmt werden.
Anfangs sollte man nichts übertreiben da man sonst zu schnell am Ende seiner Kräfte ist und die Lust am Sport vergeht. Daher langsam beginnen und das Pensum schrittweise steigern, sonst gewöhnt sich der Körper daran und es ist keine Anstrengung mehr für ihn. Beim Sport sollte man nicht außer Atem kommen, um unter der Leistungsgrenze zu bleiben. Wir benötigen Sauerstoff um Fett in Energie umzuwandeln, daher ist es wichtig, noch genug Luft zu haben um tief atmen und auch ruhig reden zu können. Ideale Sportarten für Anfänger: Schwimmen, Walken, Gehen, Radfahren.
Antioxidantien
Sind von Pflanzen natürlich gebildete Stoffe, die sie vor dem Verderb (Oxidation) schützen. Sie werden auch Radikalfänger genannt, da sie freie Radikale neutralisieren und somit unschädlich machen können. Dazu gehören: Vitamin E, Vitamin C, Carotinoide, sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme und Spurenelemente (Zink, Selen).
Wasser
Die Zufuhrempfehlung von Flüssigkeit liegt bei 2,5 Liter/Tag, da unser Organismus im Schnitt ungefähr 2 Liter Flüssigkeit über Harn, Stuhl, Haut und Atemluft pro Tag verliert. Merke: Flüssigkeit befindet sich auch in der Nahrung, wer also das Trinken von 2,5 Litern Wasser als unlösbares Problem empfindet sollte entsprechend viel wasserreiches Obst und Gemüse zu sich nehmen.
Zu wenig Flüssigkeit hat zur Folge, dass kein Fettstoffwechsel stattfinden kann! Aufgaben von Wasser: Baustoff, Lösungsmittel, Transportmittel und Wärmeregulation.
Freie Radikale
Sind Atome oder Moleküle mit einem ungepaarten Elektron, die versuchen, das ihnen fehlende Elektron anderen Molekülen zu entreißen. Dies führt zu einer Oxidation. Sie stehen im Verdacht mitverantwortlich für diverse Krankheiten zu sein, fördern den Alterungsprozess und greifen den Organismus an. Durch Stoffwechselprozesse entstehen ständig neue freie Radikale, auch Stress, Rauchen, Umweltverschmutzung und UV-Strahlung fördern die Neubildung.
Antioxidantien können Freie Radikale unschädlich machen.
