Projekt XXL / Das Buch



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Die Zufuhrempfehlung von Flüssigkeit bei 2,5 Liter/Tag liegt, da unser Organismus im Schnitt ungefähr 2 Liter Flüssigkeit über Harn, Stuhl, Haut und Atemluft pro Tag verliert? Zu wenig Flüssigkeit hat zur Folge, dass kein Fettstoffwechsel stattfinden kann!


Das Buch

Der volle Titel meines Buches lautet "Projekt XXL - oder wie wird man 40 Kilo los?" erschienen im Berenkamp-Verlag (www.berenkamp-verlag.at) und beschreibt die Stationen einer Belastungsprobe im Zuge eines "Abnehmabenteuers".

Nun wird sich sicher die eine oder andere fragen, ob es sich bei diesem zusammengefügten Wort um ein schräges Paradoxon handelt, bzw. ob meinen Gehirnwindungen die Bedeutung beider Worte - getrennt voneinander - bewusst sei. Nun ja, sie ist mir bewusst - genauso bewusst wie die Erkenntnis, dass die Thematik "Abnehmen" eine sehr kopflastige ist. Jubeln wir also dieser äußert unliebsamen Pflicht der Gewichtsreduktion eine leichten Touch von Adventure unter und schon sind wir in der Lage unser Denkzentrum konstruktiv zu manipulieren. Somit haben wir einen Auftrag, will heißen den Anfang bzw. die Basis jeglicher Projekte.

Doch nun zu den Details:

Wie aus dem Titel ersichtlich hatte ich vor einiger Zeit stolze 40 Kilo mehr zu verantworten - was mich, ganz nebenbei bemerkt, nicht wirklich in Hochstimmung versetzte. 40 Kilo mehr bedeutet in meinem Fall ein Höchstgewicht von 110 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,75 m. Die einzigen Erfolge, die ich in dieser Zeit vorzuweisen hatte waren permanente Zugänge auf der Waage, deren Sympathiewerte Kilo um Kilo ins beinah Bodenlose fielen. Die sonst üblichen Stimmungsschwankungen gab´s generell nicht mehr, denn was soll schwanken, wenn die Laune ohnehin konstant am Tiefpunkt ist? Die Situation in der ich mich befand war demgemäß recht ungünstig, denn mittlerweile war auch mein Körper der Ansicht, ein Wörtchen mitreden zu müssen und demonstrierte mir seinen Standpunkt mit Bluthochdruck, Kurzatmigkeit und heftigen Gelenksschmerzen in den Knien. Ich war also an einer Stelle angelangt, die wegweisend sein sollte, denn mir blieben de facto genau 3 Möglichkeiten mit dem damaligen Status quo umzugehen: ihn zu akzeptieren, daran zu scheitern oder dagegen anzukämpfen. Um jedoch diesen Kampf vorbereitet aufnehmen zu können musste ich vorerst analysieren oder wie die Psycho...- na ja, ihr wisst schon - zu sagen pflegen: reflektieren, wie es überhaupt zu den 110 Kilogramm kommen konnte. Soweit - so gut.

Kindheit.

In den ersten Jahren meines Lebens war ich, zumindest was meine Figur betraf ein ganz "normales" Kind. Die Schulzeit begann und da meine Eltern berufstätig waren, war es meine Bestimmung den überwiegenden Teil der Sommerferien bei meinen Großeltern zu verbringen. Meine Großmutter war eine ausgezeichnete Köchin - wer je in den Genuss ihrer Kochkünste gekommen ist, schwärmt heut noch davon. Gekocht wurden, wie damals üblich - eher üppige Gerichte und über Kalorien und deren Folgen wurde gar nicht erst diskutiert. Für uns Kinder war es das vermeintliche Paradies, denn am Speiseplan stand so ziemlich alles, was heutzutage vom Ernährungsstandpunkt her strikt verboten ist. Ich hatte somit das große Vergnügen, tapfer an meinen Proportionen zu arbeiten, die nach den besagten Ferien deutlich runde Veränderungen aufwiesen.

Jugend.

Unter der strengen Kontrolle meiner Mutter und dem gesellschaftlichen Druck am freien Markt der Singlebörse bestehen zu können konnte man sagen, dass ich eine relativ normale Gestalt hatte. Ich war zwar weit davon entfernt eine Modelfigur zu haben, doch als "dick" konnte ich auch nicht bezeichnet werden.

Erwachsenwerden.

Mit 18 Jahren lernte ich meinen heutigen Mann kennen und einige Jahre später wurde es Zeit, das elterliche Nest zu verlassen und eine eigene Wohnung zu nehmen. Die Freude, unabhängig und selbständig zu sein war groß und die, einen eigenen Kühlschrank zu besitzen noch größer. Es machte Spass, abends nach Büroschluss nach Lust und Laune einkaufen zu gehen und für uns 2 kulinarische Leckerbissen zu zaubern. Liebe geht bekanntlich durch den Magen! Klarerweise blieben diese Schlemmereien nicht ohne Nachspiel, ich nahm stetig zu und verlor irgendwann die Kontrolle über mein Gewicht.

Hochzeit.

Dem Schock, 100 Kilo zu wiegen folgte der nächste und zwar in Form eines Heiratsantrages meines heutigen Mannes. Ich rechnete es ihm hoch an, dass er meine inneren Werte vor die meiner äußeren stellte, an denen es angesichts des heftigen Übergewichtes deutlich mangelte. (es lebe sein Optimismus!). Der Motivation eine halbwegs ansehnliche Braut abzugeben war es zu verdanken, dass ich umgehend Mitgleid eines Fitnessstudios wurde. In der Folge gelang es mir mittels einer Diät 30 Kilo abzunehmen und mit einem "Traum in Weiß" vor den Altar treten zu können.

Schwangerschaft.

Das Glück schlank zu sein währte nicht lange, denn ich wurde schwanger. Das allein stellt natürlich kein Problem dar, die Zunahme von 20 Kilo jedoch schon eher. Nach der Geburt und im folgenden Jahr schaffte ich es jedoch nicht mehr, als 10 dieser äußerst anhänglichen Kumpanen wieder loszuwerden und schlitterte bald darauf mit dem besagten Ballast in die nächste Schwangerschaft. Mein Schicksal schien besiegelt. Ich entband mein 2. Kind mit unvorstellbaren 120 Kilo Lebendgewicht. 10 davon ließ ich im Krankenhaus zurück und so kam es, dass ich bei einem Katastrophenwert von 110 angelangt war.